KFO HIRSCH · INHOUSE-FORTBILDUNG

Adjustierte Aufbissschienen bei CMD

Die Aufbissschiene beginnt nicht am Tiefziehgerät.

Praxisnahe Inhouse-Schulung für Kieferorthopäden und Zahntechniker – vom funktionellen Verständnis bis zur analogen Herstellung.

✅ 1 oder 2 Tage · Direkt in Ihrem Praxislabor

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Eine Schiene kann perfekt passen – und trotzdem funktionell falsch sein.

Ein Patient mit Craniomandibulärer Dysfunktion (CMD) kommt nicht in die Praxis, weil er eine Kunststoffschiene haben möchte. Er kommt, weil er Beschwerden hat und sich eine Verbesserung erhofft.

Doch was geschieht, wenn im Praxislabor lediglich eine Schiene tiefgezogen wird, ohne ihre funktionelle Aufgabe ausreichend zu berücksichtigen?

Eine einfache Schutzschiene kann Zahnsubstanz vor Abrasion bewahren. Eine individuell adjustierte Aufbissschiene stellt dagegen andere Anforderungen an die Behandlungsplanung, die Kieferrelationsbestimmung und die zahntechnische Umsetzung.

In meiner Inhouse-Schulung zeige ich, warum die Qualität einer funktionellen Aufbissschiene bereits vor der eigentlichen Herstellung beginnt – und wie sich ein durchdachtes Schienenkonzept im Labor präzise umsetzen lässt.



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Standard:

Stellen Sie sich vor, Ihr Zahntechniker erhält zwei Modelle und einen Biss.

Die Schiene wird hergestellt, passt auf dem Modell und sieht handwerklich einwandfrei aus.


Aber stimmt auch die Kieferrelation? Wie wurde das Registrat genommen? War der Patient muskulär entspannt? Wurden die funktionellen Anforderungen an die Schiene eindeutig übermittelt?


Gerade bei CMD-Patienten können diese Fragen entscheidend für die geplante Funktion der Schiene sein.

Ich arbeite seit vielen Jahren mit einem Konzept, bei dem die funktionelle Vorbereitung des Patienten, eine geeignete Kieferrelationsbestimmung und die präzise zahntechnische Umsetzung aufeinander abgestimmt werden.


Dabei können, je nach Befund und Behandlungskonzept, auch muskuläre Entspannung und ergänzende körpertherapeutische Maßnahmen eine Rolle spielen.

Denn der Zahntechniker kann nur das gezielt umsetzen, was zuvor funktionell geplant und nachvollziehbar übermittelt wurde.

Unterschiedliche Schienen – unterschiedliche Aufgaben

Nicht jede Schiene verfolgt dasselbe Ziel.

Eine einfache Tiefziehschiene kann beispielsweise dem Schutz der Zähne vor Abrasion dienen. Ohne ausreichende funktionelle Gestaltung und Kontrolle können jedoch unerwünschte Kontakte oder Belastungen entstehen.

Eine Jig-Schiene beziehungsweise ein Schweizer Aufbiss wird in bestimmten Behandlungskonzepten zur vorübergehenden muskulären Entkopplung eingesetzt. Hier geht es zunächst darum, gewohnte Bissmuster zu unterbrechen.

Bei der individuell adjustierten Unterkieferschiene arbeite ich mit gezielt gestalteten, möglichst punktuellen Kontakten, einer definierten Eckzahnführung und einem Protrusionsstopp.

Auch besondere Schienenelemente wie ein Hypomochlion können bei entsprechender ärztlicher Indikationsstellung Bestandteil eines Behandlungskonzepts sein, beispielsweise bei ausgewählten Kiefergelenkproblematiken.

In der Schulung besprechen wir die Unterschiede, die jeweiligen technischen Anforderungen und die Grenzen dieser Verfahren.

Nicht jedes Schienenkonzept passt zu jedem Patienten. Genau deshalb ist es wichtig, die funktionelle Zielsetzung zu verstehen, bevor mit der Herstellung begonnen wird.

Vom Behandler in den Artikulator – und weiter zur fertigen Schiene

Ein Schwerpunkt meiner Schulung liegt auf der Zusammenarbeit zwischen kieferorthopädischer Praxis und Zahntechnik.

Welche Unterlagen werden benötigt? Was lässt sich aus dem Gesichtsbogen und dem Zentrikregistrat ableiten? Welche Auswirkungen haben ungenaue Registrate und eine fehlerhafte Artikulatormontage?

Wir beschäftigen uns mit der korrekten Übertragung in den Artikulator, der Gestaltung der Okklusionskontakte und der praktischen Ausarbeitung der Führungselemente.

Dabei geht es nicht darum, Arbeitsschritte auswendig zu lernen.

Der Zahntechniker soll verstehen, warum er etwas tut – und welche Auswirkungen seine Arbeit auf die Funktion der Schiene haben kann.

Zwei Schulungsvarianten – abgestimmt auf Ihre Praxis

2 Tage – CMD-Schienenkonzept für KFO-Praxen und Praxislabore


Für Kieferorthopäden, die in die funktionelle Schienentherapie einsteigen möchten oder ihre Zusammenarbeit mit dem Praxislabor gezielt verbessern wollen.

Tag 1: Grundlagen und funktionelle Zusammenhänge

Wir beschäftigen uns anhand einer Präsentation und konkreter Fallbeispiele mit CMD, unterschiedlichen Schienenkonzepten, der Kieferrelationsbestimmung und den Anforderungen an die zahntechnischen Unterlagen.

Dabei betrachten wir auch die Schnittstellen zu anderen therapeutischen Fachrichtungen.

Tag 2: Praktische Herstellung

Jetzt wird das Wissen am zahntechnischen Arbeitsplatz umgesetzt. Von der Modellvorbereitung über die Artikulatormontage bis zur Herstellung und gezielten Adjustierung der Unterkieferschiene.

Besonderes Augenmerk legen wir auf die punktuellen Kontakte, die Eckzahnführung, den Protrusionsstopp sowie die abschließende Kontrolle.

Die gemeinsame Teilnahme von Behandler und Zahntechniker ist besonders sinnvoll, weil beide Seiten ein gemeinsames Verständnis für die Abläufe entwickeln.

1 Tag – Intensivschulung für erfahrene Zahntechniker


Für Zahntechniker, die bereits Erfahrung mit Aufbissschienen und Artikulatoren besitzen.

Hier konzentrieren wir uns auf die praktische Herstellung einer individuell adjustierten Schiene nach einem vorgegebenen funktionellen Konzept. Gerne sprechen wir auch die Herstellung einer Jig oder Relaxierungsschiene an.



Praktische Herstellung

Jetzt wird das Wissen am zahntechnischen Arbeitsplatz umgesetzt.

Von der Modellvorbereitung über die Artikulatormontage bis zur Herstellung und gezielten Adjustierung der Unterkieferschiene.

Besonderes Augenmerk legen wir auf die punktuellen Kontakte, die Eckzahnführung, den Protrusionsstopp sowie die abschließende Kontrolle.


Die notwendigen theoretischen Grundlagen werden direkt mit der praktischen Arbeit verbunden.

Ich arbeite mit Artikulatorsystemen von SAM und Amann Girrbach.

Klassische Zahntechnik – auch im digitalen Zeitalter relevant

Digitale Systeme ermöglichen heute die CAD-Konstruktion von Aufbissschienen und teilweise auch die Übertragung patientenspezifischer Kieferbewegungsdaten.

Doch eine digitale Konstruktion ersetzt nicht das Verständnis für funktionelle Zusammenhänge.

Meine Schulungen vermitteln dieses Wissen anhand der klassischen analogen Herstellung. Die Grundlagen sind auch für digital arbeitende Zahntechniker relevant.

Eine praktische Einweisung in CAD-Programme wie exocad , Zepris oder 3Shape ist nicht Bestandteil der Schulung.

Erfahrung aus Zahntechnik und interdisziplinärer Praxis

Kerstin Hirsch – Zahntechnikermeisterin und Dozentin

Seit 1985 bin ich in der kieferorthopädischen Zahntechnik tätig. 17 Jahre habe ich ein eigenes KFO-Fachlabor geführt.

Über die reine Zahntechnik hinaus beschäftige ich mich seit vielen Jahren mit funktionellen Zusammenhängen zwischen Kiefergelenken, Muskulatur und Bewegungsapparat.

Zehn Jahre war ich als Co-Therapeutin in der Praxis von Dr. Marie-Catherine Klarkowski (relax & smile) tätig. Diese Zeit hat mein Verständnis für die komplexen Beschwerden vieler CMD-Patienten wesentlich geprägt.

Meine Erfahrungen habe ich unter anderem in Fachvorträgen bei zahntechnischen Fortbildungsveranstaltungen und beim Dorn-Kongress weitergegeben.

In der Schulung arbeite ich mit anonymisierten Fallbeispielen, Modellen und ausgewählten Dokumentationen aus meiner Praxis.

Dabei geht es nicht darum, eine einzige Lehrmeinung als allgemeingültig darzustellen, sondern ein über viele Jahre praktisch angewandtes Konzept verständlich und nachvollziehbar zu vermitteln.

Inhouse-Schulung – direkt in Ihrem Praxislabor

Ich komme zu Ihnen und arbeite mit Ihrem Team an den vorhandenen Geräten.

Vorab besprechen wir telefonisch, welche Erfahrungen Ihre Mitarbeitenden bereits mitbringen, welche Artikulatorsysteme vorhanden sind und welche Schulungsinhalte für Ihre Praxis sinnvoll sind.

Sie erhalten anschließend ein individuell abgestimmtes Angebot mit transparenten Kosten.

Die Teilnehmer erhalten Schulungsunterlagen und ein Teilnahmezertifikat.

FAQ

Für wen ist diese Fortbildung geeignet?

Für Kieferorthopäden mit eigenem Praxislabor, Zahntechnikermeister und erfahrene Zahntechniker, die individuell adjustierte Aufbissschienen herstellen oder ihre Kenntnisse vertiefen möchten.

Muss der Kieferorthopäde an der Schulung teilnehmen?

Nicht zwingend. Wenn das Behandlungskonzept bereits feststeht, kann eine eintägige Intensivschulung für den Zahntechniker ausreichen. Für Praxen, die neu in die CMD-Schienentherapie einsteigen, empfehle ich die gemeinsame zweitägige Schulung.

Werden die Schienen digital hergestellt?

Nein. Die praktische Herstellung erfolgt analog. Die vermittelten funktionellen Grundlagen können jedoch auch für die digitale Schienenkonstruktion genutzt werden.

Welche Geräte werden benötigt?

Die erforderliche Ausstattung, Modelle, Registrate und Materialien stimmen wir vorab gemeinsam ab. Ich bin mit SAM- und Amann-Girrbach-Artikulatorsystemen vertraut.

Kann die Schulung auf unsere Praxis abgestimmt werden?

Ja. Genau das ist der Vorteil einer Inhouse-Schulung. Die Inhalte orientieren sich am Kenntnisstand Ihres Teams, Ihrer technischen Ausstattung und Ihren konkreten Fragestellungen.

Sie möchten funktionelle Aufbissschienen gezielt und nachvollziehbar herstellen lassen?

Dann lassen Sie uns besprechen, welche Schulung für Ihr Praxislabor sinnvoll ist.

In einem persönlichen Telefonat klären wir Ihre Fragen und die Voraussetzungen vor Ort.

Alternativ können Sie mir direkt über das Kontaktformular unten schreiben .